Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dr. H�ting, Bad Oeynhausentest
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Kopfgefäße
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Kardiologische Gemeinschaftspraxis Hüting

Aortenerkrankungen - Befundbeispiele:

Die Hauptschlagader - Dilatation und Stenose als Folge von Plaquebildungen und Wanderkrankung

Die Untersuchung der Bauchaorta ist vllig risikolos mit Ultraschall durchfhrbar und dauert nur wenige Minuten. Belstigungen oder ein Risiko durch Röntgenstrahlen treten nicht auf.

 Dr. Hüting ist bereit zur Untersuchung der Bauchaorta (Hauptschlagader).

Nachfolgend sehen sie im Vergleich einen Normalbefund der Aorta sowie krankhafte Veränderungen in Bild und Film.

Erkrankungen der Bauchgefäße können viele Ursachen haben.
Als Risikofaktoren sind wichtig die auch bei koronarer Herzkrankheit Faktoren wie

  • eine familiäre Disposition zu Gefäßerkrankungen,
  • erhöhte Blutfette (Cholesterin),
  • Rauchen,
  • Diabetes und
  • Bluthochdruck (Hypertonie)

Zur weiterführenden Diagnostik werden die Patienten an einen Radiologen und ggf. dann an einen Gefäßchirugen überwiesen.
Häufige weiterführende Untersuchungen schließen ein:

  • die Computer-Tomographie (CT) mit Kontrastmittel und Durchfluss-Darstellung
  • Magnetresonanz - Angiographie (MR-Angiographie) mit Konstrastmittel

Vor diesen Untersuchungen ist eine Untersuchung der Nierenfunktion im Blut wichtig. Hierbei wird der Laboranalyse sichergestellt, dass das Kontrastmittel nach der Untersuchung auch problemlos wieder aus dem Körper ausgeschieden wird.

! Kardiologie zum Anfassen (Flash- Animation zur Entstehung von Plaquebildungen):
Plaque-Entstehung als Animation

Die Bauchaorta ist neben der Kopfarterie ein wichtiger und in der Regel gut zugänglicher und beurteilbarer Gefäßbereich.

Hier werden glatte Wände ohne Verkalkungen und eine normale Weite der Arterie gesehen.

Hauptschlagader (Aorta) im Bereich des Bauches:
Normaler Befund mit glatten Wänden; keine Aufweitung oder Engstellen

Die Hauptschlagader (Aorta) ist das Gefäß, das den Körper in ganzer Länge durchzieht und mit seinen Ästen die Organe versorgt. Das Gefäß ist aufgrund seines großen Durchmessers und dem unmittelbaren Auftreffen der Pulswelle aus der linken Hauptkammer erheblichen mechanischen Belastungen ausgesetzt.

Wichtig für die Durchblutung der Organe ist hierbei insbesondere die elastische ("Windkessel-") Funktion: Die Pulswelle während der Auswurfphase der linken Hauptkammer wird von der Aortenwand abgefangen. Die elastische Rückstellung ermöglicht dann während der Füllphase der linken Hauptkammer eine kontinuierliche Durchblutung aller Organe. Hierfür ist es wichtig, dass die Wand ihre Elastizität behält und nicht starr ist.

Diese Eigenschaften sowie grobe und gefährliche anatomische Besonderheiten wie Aussackungen, Engstellen und loses Plaquematerial können in der Darstellung der Aorta durch Ultraschall sehr gut beurteilt werden. Für eine optimale Darstellung ist es möglich, dass der /dieUntersuchte möglichst wenig Luft im Darm hat: Eine Luftüberlagerung kann die Beurteilung durch Ultrachall unmöglich machen, insbesondere wenn weitere Fettschichten die Untersuchung erschweren. Die Untersuchung sollte deshalb nüchtern (ohne fülliges Abendessen und ohne Frühstück) erfolgen.

Links sehen Sie eine zarte und normal weite Aorta mit normaler Rückstellfunktion, guter Elastizität im Film.

Ein Aortenaneurysma ist eine Aussackung in der Aortenwand. Diese kann insbesondere durch Verkalkung, Bluthochdruck oder eine sonstige Schdigung der Wand der Hauptschlagader hervorgerufen werden.

Ein Aortenaneurysma ist eine potentiell sehr gefährliche Erkrankung. Die Aussackung kann platzen, der Betroffene verblutet dann hufig nach innen, Rettung ist dann nur in Ausnahmefllen mglich.

In dem dargestellten Fall ist die Aussackung durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) abgedichtet. Es kann hier allerdings zu weiteren thrombotischen Auflagerungen und einer Embolisierung kommen. Die Einlagerung des Blutgerinnsels führt in diesem besonderen Fall zu einer Selbstreparatur und Stabilisierung der Gefäßwand.

Aneurysma (Aufweitung) der Bauchaorta (Hauptschlagader)

Das Bauchaorten-Aneurysma ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Sie kann durch Ultraschall leicht diagnostiziert oder ausgeschlossen werden.

Wichtig für die optimale Beurteilbarkeit im Ultraschall ist, dass nüchtern (ohne vorangehende blähende Speisen), am bestens morgens geschallt wird.

Für die Beurteilung einer Aufweitung der Bauchaorta ist häufig - bei mittelgradigen Befunden - insbesondere der Verlauf entscheidend: Falls es in Untersuchungen durch denselben erfahrenen Untersucher zu einer ständigen Zunahme des Durchmessers kommt, muss eine Intervention diskutiert werden.

Therapeutisch gibt es heute zwei Strategien, falls eine Intervention erforderlich ist:

  • eine Operation an der Aorta ist häufig mit einem hohen Risiko verbunden: Die Aorta liegt ganz hinten im Körper und ist nur sehr schwer operativ zu erreichen. Außerdem können Seitenäste und große Arterien, die von der Hauptschlagader abgehen, geschädigt werden und entsprechende Komplikationen durch Mangelversorgung von Bauchorganen oder Nervensträngen verursachen.
  • eine innere Schienung der Hauptschlagader mit einem weiten Stent (Gefäßstütze) ist heute eine häufig verwendete Alternative. Eine Operation kann hierdurch oft vermieden werden.

Häufig kann eine Engstelle in der Aorta durch eine einfache Aufdehnung beseitigt werden. Dies ist solch ein Beispiel.

Bei der damals 46-jährigen Patientin wurde eine Engstelle in der Aorta entdeckt. Anlass waren Schmerzen in beiden Beinen bei Belastlung. Es erfolgte dann die Dilatation (Gefäßerweiterung) mit einem Ballon.

In dem dargestellten Beispiel wird das Ergebnis nach 4 Jahren gezeigt, das sich im Verlauf auch nach 18 Jahren unverändert darstellt. Die Öffnung der Aorta ist fast normal, das Plaquematerial ist in die Aortenwand verdrängt. Eine weitere Intervention ist nicht erforderlich, wohl aber regelmäßige Kontrollen.

Dilatation (Aufweitung) der Bauchaorta (Hauptschlagader) wegen Stenose: Ergebnis nach 4 Jahren

Die Bauchaorten-Verkalkung und insbesondere -Stenose ist häufig Folge des Einwirkens von Risikofaktoren wie Rauchen, erhöhte Blutfette oder Bluthochdruck, teils aber auch angeboren.

Die Untersuchung auf Verkalkungen und Engstelle ist Teil von Präventions-Untersuchungen. Damit auch flache Plaques im Frühstadium erkannt werden können, sollte die Untersuchung auf Plaque nüchtern erfolgen.

Sie macht sich oft bemerkbar durch Versorgungsprobleme im Becken- und Bein-Bereich: Unter Belastung treten Schmerzen in den Beinen oder Unterbauchbeschwerden auf. Die Diagnose wird dann gestellt durch Ultraschall und Angiographie.

Die Behandlung geschieht in dieser Situation durch Aufdehnung ohne oder mit Gefäßstütze (Stent) oder -in besonders schwierigen Fällen- durch Operation. Das aktuelle Beispiel stellt ein solches Dilatationsergebnis dar.

Das Plaquematerial wird in die Wand gedrückt, zum Gefäß hin bleibt eine glatte Begrenzung mit weitem Lumen. Zur Prophylaxe erneuter Verengung werden sämtliche Risikofakotren genau untersucht und optimal medikamentös sowie durch entsprechende Lebensstiländerung eingestellt.