Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dr. H�ting, Bad Oeynhausentest
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Patienten fragen - der Kardiologe antwortet Nr. 12 Medikation
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Bitte beachten Sie: 
Diese Ratschlge gelten keinesfalls als endgltige Medikation. Sie sollen fr Sie auer allgemeiner Information nur einen Anhaltspunkt bieten, wann Sie sich sptestens an Ihren Hausarzt bzw. Kardiologen wenden sollten!

Betablocker - extreme Nebenwirkungen. Ist eine Medikation erforderlich?
11.01.07

 

 

 

 

Ich habe seit mehreren Jahren eine Angsterkrankung mit verschiedentlich hohen Blutdruckwerten. Mein Hausarzt (Internist) forschte mit den üblichen Untersuchungsmethoden nach den Ursachen für den hohen Puls und Blutdruck. Körperlich ließ sich nichts finden. Ich erhielt einen Betablocker, der dann gegen einen anderen ausgetauscht werden musste.

Im vorigen Jahr wurde ich kardiologisch untersucht mit folgendem Befund:

Echokardiographie: Linker Ventrikel normal groß (LVEDd 47 mm), normale Wanddicke des Myocards (IVSD 9 mm). Gute LV-Gesamtfunktion ohne Nachweis regionaler Wandbewegungsstörungen. Linker Vorhof normal groß (36 mm), rechte Herzhöhlen normal groß. Klappen morphologisch und funktionell unauffällig. Erhöhte A-Welle als Hinweis auf eine diastolische Dysfunktion. Kein Pericarderguss. V. cava inf. inspiratorisch vollständig kollabierend. Sinustachycardie 95/'.

LZ-EKG: Durchgehener SR, mittl. HF 81'(62-115/'). ERhaltene cicadiane Rhythmik. Keine Pausen, kritische Bradycardien oder Tachycardien. Vereinzelte monotope VES, keine höhergradigen VES. Vereinzelte SVES, keine SV-Tachycardien oder VHF.

Duplexsonographie der Carotiden: Zarte Intima (IMD 0,8 mm), keine Plaques, Stenosen oder Verschlüsse. Antegrader Fluß bd. Aa. vert. NB: Dilatierte V. jug. li, kein Thrombusnachweis bis Venenwinkel.

Ich bin 67 Jahre alt und weiblich.

Da ich verschiedene Beschwerden habe (Schwindel, Tinnitus, Hörsturz etc.), extrem trockene Augen, für die meine Hausärztin keine Erklärung findet, wurde der Betablocker nochmals durch einen anderen ersetzt, von dem ich nur noch müde war. Nun nehme ich wieder das ursprüngliche Medikament. Der Kardiologe sagte mir aber, dass ich lediglich einen erhöhten Puls habe, seiner Meinung nach überhaupt keinen Bluthochdruck. Ich denke, ich reagiere ohnehin extrem auf Medikamente, indem ich in erster Linie die Nebenwirkungen spüre. Gibt es denn auch solche Medikamente, die nur geringe NW haben?

Der Cardiologe:  

 
Betablocker können trockene Schleimhäute verursachen, bei Augentrockenheit sollte der Betablocker ggf. ausschleichend ausgelassen werden. Dann wäre eine intensive Blutdruckkontrolle sinnvoll mit der Frage, ob überhaupt eine Medikation erforderlich ist.

Statine und Leberwerte
07.01.05

 

 

 

Hallo, es geht um meinen Freund, er ist 26 Jahre alt und hat eine familiäre Hypercholesterinämie (die Mutter ist mit 50 Jahren am plötzlichen Herztod verstorben,und hatte ebenfalls sehr hohe Chloesterinwerte).

Vor einem halben Jahr hat mein Freund seine Werte abnehmen lassen. Er hat einen LDL Wert von 230mg/dl, und Gesamtcholesterin von 300mg/dl. Das HDL ist im Normbereich und auch die Triglyzeride ! Daraufhin ist er zum Kardiologen gegangen und dieser hat ihm ein Statin (20 mg) verschrieben (nachdem alle möglichen Untersuchungen gemacht wurden, Belastungs-EKG usw.)

Nach drei Monaten haben wir eine erneute Blutuntersuchung machen lassen, und die Werte waren sehr gut. Das LDL ging runter bis auf 120 mg/dl. Wir beide waren sehr glücklich und dachten das die Medikation jetzt so weiterlaufen könnte. Heute hat mein Freund erneut Blutwerte abnehmen lassen und diese sehen nicht sehr gut aus: GOT: 183U/ l , GPT: 113U/l ! und sogar das LDL ist wieder angestiegen auf 192 !

Ich mache mir jetzt sehr große Sorgen, der Kardiologe meinte, er müsse das Statin erstmal absetzen, um zu schauen, ob die Werte dann wieder normal werden aber er braucht die Statinbehandlung doch wegen dem hohen Cholesterin!
Gibt es denn viele unterschiedliche Statine, vielleicht verträgt er ein anderes besser??

Der Cardiologe:  

 
Leider betreffen potentielle Nebenwirkungen der Statine die Leber und den Muskel, man sollte dann zunächst absetzen und sich genau überlegen, welches MIttel dann versucht werden kann. Glücklicherweise gibt es heute doch eine beträchtliche Auswahl an Substanzen, nicht nur an Statinen... Die engmaschige Kooperation mit dem Kardiologen ist hier wichtig.

Betablocker während der Schwangerschaft
17.11.04

Ich nehme seit Juni täglich Betablocker wegen Bluthochdrucks, der Blutdruck ist seit meiner ersten Schwangerschaft vor 4 Jahren erhöht geblieben (ohne Medikamente so um die 145/95 und auch der Puls war nie unter 80).

Mit dem Betablocker liegt der Blutdruck jetzt bei ca. 120 / 85 (95), der Puls ist aber weiter um die 90-100.

Ich möchte noch ein Kind. Ist eine Schwangerschaft mit Betablockern möglich oder schadet es dem Kind?

Der Cardiologe:  

Grundsätzlich sollten alle Medikamente im ersten Trimenon abgesetzt werden. Der Gynäkologe in Kooperation mit dem Kardiologen muss anhand von Langzeit-Blutdruckprofilen und dem gesamten klinischen Bild über die absolute Notwendigkeit von Bludruckmitteln (hier: Betablocker) entscheiden. Häufig reichen diätetische Maßnahmen, Sport, stressfreies Leben etc.

Nebewirkungen von ACE-Hemmern.
17.11.04

 

Ich bin 39Jahre, männlich, 115kg, soll wegen hohen Blutdrucks (180-200 zu 99-107) ACE-Hemmer einnehmen. In den Nebenwirkung steht unter anderem auch Herzinfarkt und Schlaganfall. Ein Medikament, das den Blutdruck senken soll um eben diese Risiken zu senken, kann als Nebenwirkung genau das Gegenteil zur Folge haben. Das stimmt mich schon etwas nachdenklich.

Können Sie mir da weiterhelfen, wie man darüber denken soll? Welche Vorraussetzungen kommen noch dazu, damit es zu diesen Nebenwirkungen kommen kann?
Als Handwerker mit täglicher körperlicher Beanspruchung befinde ich mich auch ständig tagsüber unter erhöhter Belastung und komme erst abends zur Ruhe. Eventuell können Sie mir zu den Nebenwirkungen einen Rat geben. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Der Cardiologe:  

Die ACE-Hemmer schützen durch Normalisierung /Senkung des Blutdrucks vor Schlaganfällen und Herzinfarkten. Eine Auslösung wäre nur in Extremfällen, etwa bei bereits sehr niedrigen Blutdruckwerten vor Anwendung, denkbar. Ein solcher Fall ist mir aber nicht bekannt.

Nebenwirkungen von Beta-Blockern. Elektrolytkontrollen bei Diuretika
20.09.04

- Können Medikamente wie Beta-Blocker und ACE-Hemmer Nebenwirkungen wie übermäßiges Schwitzen haben? (Habe zuvor niemals so geschwitzt!)

- In welchen Zeitabständen sind bei Diuretika-Einnahme Elektrolytkontrollen notwendig?

Leider erhalte ich von meinem Arzt keine konkreten Antworten auf diese Fragen, daher im voraus vielen Dank für Ihre Antwort.

Der Cardiologe:  

 
1. Betablocker können Schwitzen bes. nachts verursachen, besonders unselektive wie Sotalol.
2. Das hängt von Substanz und Dosis ab: je wirksamer und mehr, desto häufiger sollten die Kontrollen erfolgen.

Betablocker und Wechseljahre
24.06.04

 

Eine Untersuchung beim Kardiologen ergab:
Herzklappenfehler, wohl aufgrund zurückliegendem Infekt. Der Blutdruck stieg beim Belastungsfahrradfahren auf über 200 mmHg, das macht meiner Internistin Sorgen. Nun kam vor wenigen Tagen ein Vorfall hinzu: Ich arbeitete eine Stunde intensiv im Garten und bekam dann eine Art Schwächeanfall: Schlappe Beine, Blutleere im Kopf, Puls sehr unregelmässig, und einen Gefühl, das Herz rast und klopft bis zum Hals.

Ich ließ mich in einer Ambulanz untersuchen, dort stellte man Herzrhythmusstörungen fest. Zurück bei meiner Internistin verordnete sie mir Betablocker. Sie vermutet, dass Wechseljahre (leichte Hitzewellen habe ich) mit zu diesen Problemen beitragen. Ich bin 52 J, schlank, fahre Fahrrad udn spiele Tennis.

Meine Frage: Ist eine solche Therapie angezeigt, kann man diese Medikamente auch wieder absetzen?

Der Cardiologe:  

Ich würde vorher eine kardiologische Untersuchung vorschlagen, um weitere mögliche Ursachen auszuschließen. Außerdem sollte ggf. zur Abklärung der Rhythmusstörungen (unregelmäßiger Pulsschlag) ein Langzeit-EKG bei einem Kardiologen registriert werden.

Beeinflussen Säureblocker die Wirkung der Gerinnungshemmer?
21.10.03

Bei meiner Gerinnungs-Selbstkontrolle (Marcumar wegen Kunstklappe) stelle ich starke Schwankungen fest. Aus der Literatur habe ich erfahren, dass die Gabe von Magensäure bindenden Medikamenten die Wirkung des Gerinnungshemmers abschwächt.
Muss ich auf diese Medikamente verzichten oder gibt es Alternativen?

Der Cardiologe:  

Sie sollten nur die absolut notwendigen Medikamente zusätzlich nehmen und dies möglichst kontinuierlich. Ungünstig sind Säurebinder, da sie nicht nur Säure, sondern auch Medikamente binden - diese sollten zeitlich versetzt von Marcumar eingenommen werden. Säureblocker sind in der Interaktion günstiger, aber auch nicht immer vorhersagbar.

Potenzprobleme durch Betablocker?
22.07.2003

Ich bin 43 Jahre alt und nehme seit ca. 13 Jahren tglich einen Betablocker ein (wegen Rhytmusstrungen). Ich habe gelesen das viele Mnner durch Einnahme eines solchen Medikamentes Potenzprobleme bekamen. Mein derzeitiges Sexualleben ist ungestrt und sehr zufrieden stellend.

FRAGE: Msste ich Angst haben einmal Potenzprobleme zu bekommen?? knnte es durch Betablocker zu Potenzproblemen kommen??

Der Cardiologe:
 

Betablocker- wie auch etliche andere Mittel gegen Bluthochdruck - knnen eine Potenzschwche begnstigen. Dies ist aber nicht als kumulative Wirkung (... nach ... Jahren) sondern als eine unerwnschte Wirkung zu sehen, die manchmal auftritt unabhngig von der Dauer der Einnahme. Hufig lsst sich dies aber auch schwer zuordnen, da zunehmendes Alter, Gefschden etc. ebenso als Ursache in Frage kommt. Nehmen Sie also den Betablocker diesbzgl. Beruhigt weiter ein...

Schwanger trotz Betablocker ?
14.01.2003

Ich bin seit einiger Zeit Besucher dieser Web- Site und finde diese Seiten wirklich sehr informativ. Ich habe die Artikel ber Beta-Blocker gelesen und habe dazu eine Frage.

Ich nehme seit Nov.99   einen Betablocker, jeweils 2x 1/2 am Tag, wegen pltzlich auftretendem Herzrasen ( Puls bisher nicht ber 140,meist bei 100-120 ), habe auch versucht den Betablocker abzusetzen was mir nicht gelang , laut Arzt innerhalb von 1 Woche, hatte dann aber einen schnellen Puls am 2 Tag ohne den Betablocker und auch mein Blutdruck war hher 95 / 140. Meine Frage hierzu lautet , ob man auch Schwanger werden kann trotz Betablocker und wenn nicht was fr Alternativen es zum Betablocker in solchen Fllen gibt.

Der Cardiologe:
 

Leider gibt es prinzipiell kein unbedenkliches Bluthochdruckmittel im ersten Trimenon der Schwangerschaft. Sobald die Schwangerschaft bekannt ist sollten Sie die Mittel absetzen. Betablocker sind allerdings -falls erforderlich- im allgemeinen Mittel der ersten Wahl. Gnstiger sind allerdings physikalische Manahmen, Ausdauersport, Gewichtsreduktion - eine ausreichende Wirkung kann aber nicht immer garantiert werden.

Betablocker - Ausschleichen
26.02.2002

Seit 20 Jahren nehme ich einen Betablocker  (18 Jhr.Lopresor mite 1/die sowie seit 1 Jhr.Beloc Zoc ret. 47,5 mg pro die).

Wegen zunehmender Nebenwirkungen mchte ich mich von dem Betablocker ausschleichen. Dieses ist mir jedoch unter stationrer rztlicher Aufsicht und psychologischer Betreuung mglich, da ich unter zeitweiligen supraventrikulren Extraysystolen und damit verbundenen ngsten leide. Diese Extrasystolen sind jedoch nach Befund von verschiedenen Cardiologen nicht in Zusammenhang mit der Betablockermedikation zu sehen. Auerdem bentige ich ein medizinisch kontrolliertes Herz-Kreislauf- Aufbautraining, um meinen schlechten krperlichen Allgemeinzustand zu stabilisieren.

Knnen Sie mir (Selbstzahler) ,54 Jahre, Adressen von wirklich kompetenten Fachstellen nennen, wo ich diese Therapie erhalten knnte!

Der Cardiologe:
 

Das Ausschleichen des Betablockers muss nicht unter stationrer Bedingung erfolgen, die Dosisreduktion sollte so langsam erfolgen, dass sie nicht bemerkt wird. Sie sollten sich einen Kardiologen vor Ort suchen und in einer ambulanten Herzsportgruppe unter rztlicher Betreuung Ihre ngste bei einem kontrollierten Aufbautraining abbauen. In der Gruppe geht dieses oft am besten. Adressen von Kliniken vor Ort kann ich Ihnen leider nicht nennen.

Betablocker nur bei Bedarf?
26.02.2002

Bei mir wurde eine hyperkinetisches Herzsyndrom diagnostiziert. Zur Therapie habe ich Obsidan verschrieben bekommen, einen Betarezeptorenblocker. Der Arzt verschrieb mir einen Einnahme bei Bedarf. Nun das Problem. Auch auf ihrer Website habe ich gelesen, dass Betablocker eigentlich permanent eingenommen werden sollen. Man solle es nicht abrupt absetzen. Ich nehme die Betablocker nur bei Anzeichen fr Herzrasen, manchmal auch mitten in der Nacht, warte 30 min bis die Wirkung einsetzt und kann bin dann beschwerdefrei. Meine Fage: Ist das alles okay so? Oder soll ich die Blocker permanent einnehmen? Vielleicht knnen sie mir ja weiterhelfen? Und fr ihre mhe bedanke ich mich im voraus mit freundlichen Gren

Der Cardiologe:
 

Bei seltenen oder gezielt zu behandelnden Attacken von Herzrasen spricht nichts gegen eine symptomatische und gezielte Einnahme von Betablockern, wenn von Ihrem Kardiologen verordnet. Nach regelmiger Langzeit-Einnahme sollte nicht abrupt abgesetzt werden.

Bestvertrgliche Blutdrucksenker
03.12.2001

Bei mir wurde neu Bluthochdruck diagnostiziert. Welches sind die heute am besten vertrglichen Blutdrucksenker, was knnen Sie empfehlen?

Der Cardiologe:
 

Ganz aktuell sind insbesondere die Angiotensin-Antagonisten.
Diese Mittel haben folgende Vorteile: Es erfolgt eine schonende, sehr effektive Blutdrucksenkung, die auch noch nach Monaten und Jahren anhaltender Therapie wirksam ist. Die Nebenwirkungsraten liegt auf dem Niveau von Placebos. Bei der Verordnung sollte unter Bercksichtigung der krzlichen Ereignisse insbesondere darauf geachtet werden, da das Prparat schon bewhrt und bezglich unerwnschter Wirkungen bekannt ist. Ich wrde Ihnen also zu einem schon lnger auf dem Markt befindlichen Prparat raten. Unter diesen Prparaten sind sehr milde und vornehmlich bei Herzschwche einzusetzende Mittel von effektiv Blutdrucksenkenden Arzneien zu unterscheiden. Diese Mittel sind in der Regel auch schon in Kombination mit einer wassertreibenden Substanz verfgbar: Hierdurch wird die Effektivitt bei gleicher Vertrglichkeit deutlich gesteigert.

MDS und Vorhofflimmern
14.01.2003

Bei meinem Vater ist im Sommer letzten Jahres ein myelo-dysplastisches Syndrom diagnostiziert worden. Die Anzahl der Thrombozyten und der Leukozyten ist sehr gering, dagegen gibt es bis heute keine Anmie. Nun ist bei ihm zustzlich Vorhofflimmern festgestellt worden, zurckzufhren auf eine defekte Herzklappe. Welche Medikamentengruppe knnte eingesetzt werden, um die Gefahr der Bildung von Vorhofthromben zu reduzieren?

Der Cardiologe:
 

In diesem Fall ist die Frage der Blutverdnnung abhngig von der Funktion der Blutplttchen, die oft deutlich reduziert ist. Hufig wird bei Thrombozytenfunktionsstrung wegen Blutungsneigung keine Antikoagulation mglich sein.

Beschwerdefreie Einnahme von Aspirin zur Vorsorge?
11.09.2001

Hilfe - Meine Vorsorge zur Verbesserung der Durchblutung und zur Vorbeugung gegen Infarkte macht mir Bauchschmerzen !
Gibt es Mglichkeiten zur beschwerdefreien Einnahme von Acetylsalicylsue (ASS - Aspirin)?

Bei mir wurde neu Bluthochdruck diagnostiziert. Welches sind die heute am besten vertrglichen Blutdrucksenker, was knnen SIe empfehlen?

Ganz aktuell sind insbesondere die Angiotensin-Antagonisten. Diese Mittel haben folgende VOrteile: Es erfolgt eine schonende, sehr effektive Blutdrucksenkung, die auch noch nach Monaten und Jahren anhaltender Therapie wirksam ist. Die Nebenwirkungsraten liegt auf dem Niveau von Placebos. Bei der Verordnung sollte unter Bercksichtigung der krzlichen Ereignisse insbesondere darauf geachtet werden, da das Prparat schon bewhrt und bezglich unerwnschter Wirkungen bekannt ist. Ich wrde Ihnen also zu einem schon lnger auf dem Markt befindlichen Prparat raten. Unter diesen Prparaten sind sehr milde und vornehmlich bei Herzschwche einzusetzende Mittel von effektiv Blutdrucksenkenden Arzneien zu unterscheiden. Diese Mittel sind in der Regel auch schon in Kombination mit einer wassertreibenden Substanz verfgbar: Hierdurch wird die Effektivitt bei gleicher Vertrglichkeit deutlich gesteigert.

 

Der Cardiologe:
 

Heute ist es Standard, dass Patienten mit koronarer Herzkrankheit, etwa nach Infarkt oder bei bekannten Gefverkalkungen, ASS / Aspirin 100 mg/Tag zur Verbesserung der Durchblutung und zur Vorbeugung gegen Infarkte einnehmen. Vielfach macht diese an sich nebenwirkungsarme und unproblematische Therapie Probleme von Seiten der Vertrglichkeit: Die Patienten qulen sich mit Sodbrennen, Magenschmerzen und Appetitmangel, hufig werden Sureblocker eingenommen - eine teure Therapie, die den Teufel mit dem Belzebub austreibt.

Einfache Tipps knnen diese Probleme weitgehend vermeiden helfen:

1. Whlen Sie eine Tablette, die sich nicht im Magen, sondern erst im Dnndarm auflst. Ein solches Prparat ist etwa Aspirin protect 100 mg.
2. Nehmen Sie diese Tablette immer nach der Hauptmahlzeit des Tages zu sich, niemals abends.
3. Falls dennoch Beschwerden auftreten: Schlafen Sie mit leicht erhhtem Oberkrper, um einen Rckfluss von Magensure in die Speiserhre zu vermeiden.
4. Falls weiterhin Beschwerden auftreten: Versuchen Sie es mit einer alternierenden Einnahme von Aspirin protect, etwa 300 mg jeden 2. oder 3. Tag: Die Wirkung der Tablette zur Verhinderung der Blutverklumpung hlt solange an, insofern drfte dieses Vorgehen problemlos sein.

Falls dieses Vorgehen nicht zum Erfolg fhrt, sollten Sie das Aspirin nicht ohne weiteres und ohne Rcksprache mit Ihrem Kardiologen oder Hausarzt absetzen, sondern nach Alternativen oder weiteren individuellen Mglichkeiten fragen.
Entsprechend den neuesten Erkenntnissen kommt in Zukunft vielleicht als Standardtherapie eine Kombination mit anderen Medikamenten in Frage, die eine Blutverklumpung verhindern. Zunchst ist die "gute alte" Therapie mit Aspirin aber der bewhrte Standard.

Medikation nach Herzkatheter
13.06.2001

Meine Frau (28, NR, Mutter einer 2 1/2 jhrigen Tochter) leidet seit einem Jahr unter einem stndigen Schwankschwindel, der einhergeht mit einem Abfallen des Blutdrucks und der Pulsfrequenz. Laut der letzten (von vielen) Diagnose, vermutet man einen Zusammenhang mit ihrem erhhtem Ruhepuls von ca. 110. Der Schwankschwindel tritt fast ausschlielich im stehen auf. Seit ca. 2,5 Wochen nimmt sie Betablocker in leicht dosierter Form. Der Schwindel hat sich seitdem wieder erheblich verschlimmert. Meine Frage nun: Kann man grob einschtzen nach welcher Zeit eine Besserung eintreten kann und ist die Verschlimmerung der Symptome in der Anfangsphase normal ? Verschlimmernd kommt hinzu, da hieraus inzwischen auch ihr 'Nervenkostm' stark gelitten hat (Sie ist/fhlt sich kaum in der Lage alleine aus dem Haus zu gehen) und Sie auf das Anschlagen der Betablocker wartet ... 

Der Cardiologe:
Diese Anfrage wurde von Herrn Dr.
Cord Cordes, Dortmund, beantwortet

Ein Zusammenhang zwischen niedrigem Blutdruck und Schwindel ist allgemein bekannt. Das eigentliche Problem ist dabei aber die Schwankungsbreite des Blutdruckes, also z.B. um wie viel der Blutdruck absinkt, wenn der Patient sich z.B. aus der Hocke oder aus dem Liegen aufrichtet. Manahmen, die diese Schwankungsbreite vermindern, wirken sich auch gnstig auf das Befinden aus, weil sie den Schwindel bessern. Ob das bei Ihrer Frau mit dem Betablocker gelingt, sollte berprft werden. Verfahren hierzu sind orthostatische Belastungstests (Blutdruckmessung in den verschiedenen Krperlagen) und Langzeit-Blutdruckmessungen ber 24 Stunden. Die vollstndige Wirkung der Betablocker-Behandlung tritt nach wenigen Tagen ein. Da auch andere Strungen im Bereich von Herz und Kreislauf die Ursache der Beschwerden sein knnen, empfiehlt sich eine Vorstellung beim Kardiologen. Weitere mgliche Ursachen liegen in den Fachgebieten Neurologie, Augenheilkunde, HNO. Schwindel wird auch nicht selten durch Blutzuckerschwankungen beim Verzehr leichtverdaulicher Kohlenhydrate ausgelst.

Medikation nach Herzkatheter
01.06.2001

Nach der letzten Koronarangiographie im Nov.2000 wurde mir auf Anfrage eine Kopie des Befundes zugeschickt. Diagnose: Diffuse Koronarsklerose bei massiver, familirer HLP, behandelte arterielle Hypertonie. Bei bekannter Gefsklerosierung (Herzkatheter vor 10 Jahren) hatte ich vermehrt Angina Pectorisbeschwerden, so dass eine Rekoronarangiografie erforderlich war. Distaler Hauptstamm Stenose ca.30% mit bergang in die proximale RCX, LAD und ein groangelegten Rarnus intermedius als Trifurkationstenose. Diffus verndertes Kranzgefsystem ohne weitere signifikante Einengung. Spasmus am Ostium der RCA, der sich auf Nitro bessert. Es verbleibt eine ca. 30% Ostiumstenose. Die Pat. ist durch abgangsnahe proximale Gefplaques als potentiel gefhrdet einzustufen. Sie sollte engmaschig berwacht werden. Ich bin 48 Jahre alt. Im August 2000 Shunt-OP und seit Ende Sept. LDL-Apherese 1mal Wchentlich. Die Angina Pectoris-Beschwerden sind weiterhin da und bei Belastung habe ich Luftnot. Wie sehen Sie die Diagnose? Wie soll ich mich verhalten? Bilden sich die Plaques zurck und wie gefhrdet bin ich? Soll ich mich in Bad Oeynhausen vorstellen? Tabletten:

  • 3-4 Sortis 20mg
  • 1 ASS
  • 1Corangin 20mg
  • 1Press 10mg
  • Nitrolingual Mite bei Bedarf
  • Euthyrox 100>

Der Cardiologe:
Diese Anfrage wurde von Herrn Dr. Heribert Brck, Erkelenz, beantwortet

Aufgrund des vorgelegten Katheterberichtes kann man Ihnen eigentlich kaum etwas anderes empfehlen, als sowieso schon geschieht. Wichtig ist die CSE-Hemmer-Medikation (Sortis) und die Apherese , ob die Plaques sich zurckbilden kann man jedoch nicht vorhersagen, aber wenn sie nicht weiterwachsen ist es ja auch ein Erfolg. Sollten Sie weiter Beschwerden haben, knnten an der brigen Medikation noch nderungen vorgenommen werden, das sollten Sie dann mit Ihrem Kardiologen besprechen. Soweit Sie beschwerdefrei sind, kann man Ihnen nur raten, regelmig Sport zu treiben, mindestens dreimal pro Woche fr mindestens 30 Minuten eine Ausdauersportart.

Betablocker und optimaler Pulswert
01.06.2001

Ich bin mnnlich und 31 Jahre alt. Im Januar 2000 wurde bei mir eine schwere koronare Geferkrankung an der LAD erkannt. Daraufhin wurde ein Stent implantiert. Nach mehreren Aufdehnungen bin ich nun seit Juni 2000 beschwerdefrei. Meine Frage ich nehme morgens eine Concor 5mg und abends ASS100, sowie eine Sortis 10mg. Seit ca. 3 Monaten jogge ich ca. 4 mal wchentlich jeweils ca. 45 Minuten (war vor meiner Krankheit schon relativ sportlich, kein bergewicht, normale Werte). Beim Pulswert orientiere ich mich an einem Maximalwert von 130. Ist das in Anbetracht des Betablockers in Ordnung?

Der Cardiologe:

Gegen einen maximalen Belastungspuls von 130 /min unter Betablocker bei bekannter und ausreichend behandelter KHK ist nichts zu sagen. Sie sollten sich regelmigen Kontrollen bei Ihrem Kardiologen unterziehen, damit Sie beruhigt Sport treiben knnen.

Beta-Blocker
Potenzstrungen
 
01.06.2001

Ich bin 59 Jahre alt und nehme seit 4 Jahren tglich einn Betablocker. Im Durchschnitt messe ich Blutdruck-/Pulswerte von: 95/52 + Puls 43. Auer hufigem und starken Schwitzen, fhle ich mich sonst kaum behindert. Ich spiele 2x pro Woche Tennis, komme gerade vom Schilaufen und erledige viele handwerkliche Arbeiten in Haus/Garten und Segelschiff. Meine Probleme sind psychischer Natur, deshalb vermeide ich bestimmte Menschen, Veranstaltungen und Flugreisen. Jetzt haben sich aber schleichend sehr starke Erektionsstrrungen eingestellt. Sollte ich Ihrer Erfahrung nach versuchen die Betablocker abzusetzen oder Viagra nehmen. Fr mich ist dies eine sehr wichtige Frage, weil meine Frau 17 Jahr jnger ist und auch mein Selbstwertgefhl leidet. Vielen Dank
 

Der Cardiologe:

 Ihre Kreislaufdaten (Pulsfrequenz und Blutdruck beides sehr niedrig) lassen allein hierdurch schon eine Leistungsschwche vermuten, es muss keine direkte Wirkung des Betablockers auf die Potenz hinzukommen, um eine Potenzschwche zu verursachen. Da wre fast jeder "schlapp". Sie sollten mit Ihrem behandelnden Arzt sprechen, ob es einen triftigen Grund gibt, die Betablocker-Therapie fortzusetzen, oder ob die Medikation nicht abgesetzt werden kann.

CSE-Hemmer nach Nierentransplantation
01.11.2000

 Vor 2 Jahren bekam ich nach einer 8 jhrigen Dialysedauer eine neue Niere. Seitdem nehme ich Medikamente zur Unterdrckung der Abstoungsreaktion ein. Wegen erhhter Cholesterinwerte nehme ich einen CSE-Hemmer (Statin) ein. Jetzt wurde ein Einfluss des CSE-Hemmers auf den Blutspiegel der abstoungshemmenden Medikamente festgestellt. Was kann ich tun? Muss ich mich mit dem hohen Cholesterinspiegel und Gefrisiko abfinden oder gibt es eine Alternative ?

Der Cardiologe:

 Nicht alle CSE-Hemmer haben einen Einfluss auf die Blutspiegel von Medikamenten, die die Immunabwehr des Krpers unterdrcken. Bei manchen Prparaten sind Erhhungen der Blutspiegel von anderen Medikamenten bekannt, entsprechend muss hier die Dosiserung angepasst werden. Sie sollten mit Ihrem behandelnden Arzt sprechen und ggf. das Praprat wechseln: Hier gibtes bestimmte Medikamente, die keine diesbezgliche Nebenwirkung haben.

Billigstes Prparat
01.11.2000

Mich interessiert im Moment welche Risiken entstehen knnten, wenn ich meinem Hausarzt bei seiner Medikamentenauswahl - Nur noch NIEDRIGSTER PREIS !!!! - anvertraue. Konkret: Habe einen Vorderwandinfarkt gehabt und seitdem ADALAT 10 verschrieben bekommen. Seit kurzem verschreibt mein Arzt mir nur noch das billigste verfgbare Prparat. Die Auswahl erfolgt ausschlielich nach dem Preis. Die Frage ob die unterschiedlichen Zuschlagsstoffe eine eventuelle ungewnschte Nebenwirkung haben knnten, ist offensichtlich nebenschlich: Bioverfgbarkeit beispielsweise.

Der Cardiologe:

Leider ist der niedergelassene Arzt durch die Budgets zu einer Rationierung gezwungen, auch wenn er dieses nicht will. Billig muss nicht immer schlecht sein, wenngleich Billigprparate in der klinischen Erfahrung manchmal nicht so gut vertragen werden wie die Originalprparate. Zusatzstoffe und Galenik (Resorptionskinetik, also die Aufnahmegeschwindigkeit und Bioverfgbarkeit, also die vom Krper aufgenommene Substanzmenge) knnen z.T. erheblich voneinander abweichen. Mein Rat: Probieren Sie das Billigprparat, wenn Sie in irgend einer Form hiermit Probleme haben, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. Manchmal ist dieses ein fr beide Seiten willkommener Anlass, die Medikation zu durchforsten und die Prparate an die neuen Kenntnisse der Medizin anzupassen, dies auch bei Adalat.

Betablocker nach Herzschrittmacher

Bin zwar leider keine rztin, bentige aber trotzdem einen kompetenten kardiologischen Rat von Spezialisten.
Frage: Die Patientin ist 54 Jahre alt. Auer kardiologischer Problematik vllig gesund. Diagnose: AV- Block 2:1, Schenkelblock, Aortenklappeninsuffizienz (mig ausgeprgt). Patientin hat 1,5 Jahre -Blocker genommen mit erheblichen Nebenwirkungen. Nach Wechsel des Kardiologen sofortiges Absetzen des -Blockers und Schrittmacher OP. DDDR- Schrittmacher. Post OP leidet die Patientin unter einem Ruhepuls von 100, Schrittmacherschwelle bei 70 eingestellt, sowie Kribbeln in den Fingerspitzen und Unruhe.
Inwieweit ist der Einsatz von -Blockern bei einem AV Block 2:1, Schenkelblock sowie einer mig ausgeprgten Aortenklappeninsuffizienz
nach Einsetzten eines DDDR- Schrittmachers bei erhhtem Ruhepuls von 100 indiziert?
Welche Wirkungen haben hierbei Kalium/ Magnesiumprperate bei ausgeglichenen Elytwerten?
Ich wre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mir hier weiterhelfen knnten.

Der Cardiologe:

Nach Einsetzen eines (funktionierenden) DDD-Schrittmachers ist eine Betablocker-Therapie zur symptomatischen Senkung eines Ruhepulses von 100/min durchaus indiziert. Die alleinige Gabe von Kalium und Magnesium wird hier keine durchgreifende nderung bringen. Die Patientin sollte sich nicht von Ihren schlechten Erfahrungen mit der Betablocker-Therapie vor Schrittmacher-Implantation abschrecken lassen! Bitte beachten: je hhergradiger die Aortenklappenundichtigkeit, desto gnstiger ist aus kreislauftechnischen (hmodynamischen) Grnden eine erhhte Herzfrequenz. Die Schrittmacher-Grundfrequenz von 70 /min ist hierbei sicherlich als eine minimale Grundfrequenz anzusehen, wenn die Aorteninsuffizienz hmodynamisch bedeutsam ist.

Medikation bei familirer Disposition

Ich bin 37 Jahre und nehme seit einer Woche das Medikament Sortis, meine Werte sind 246 - (HDL 41)-( LDL 170) und Harnsure 7,83, Hmatokrit 49,4.
Ansonsten sind alle Blutwerte o.k. Um meinen Blutdruck von 150/94 zu senken untersttze ich es mit Beloc-Zok-mite.
Meine Frage lautet: Sind diese Medikamente tatschlich notwendig,oder gibt es auch einen anderen Weg. Mein Vater ist mit 47 Jahre am Herztod gestorben,dieses bereitet mir immer hufiger Panik. Eine Kardologische Untersuchung habe ich gemacht.o.B.(auer zarte Herzklappen).

Der Cardiologe:

Den Risikofaktor "familire Disposition zu KHK" mit frhem Tod des Vaters
knnen Sie nicht auslschen, wohl aber die wahrscheinlich zu den Herz-Kreislauf Problemen fhrenden Risikofaktoren. Insofern sollten Sie diese fettsenkenden Medikamente (CSE-Hemmer wie Sortis) oder blutdrucksenkende Medikamente (wie Betablocker) auf jeden Fall einnehmen. Ich wrde ein LDL-Cholesterin von unter 125 mg/dl, optimal von unter 100 mg/dl  anstreben.
Ganz wichtig sind auch regelmige, d.h. jhrliche Untersuchungen beim
Kardiologen.

Letzte Aktualisierung dieser Seite am 24.01.2014